Visitation in der Epiphanias-Kirchengemeinde

In diesem Jahr wird die Epiphanias-Kirchengemeinde „visitiert“, d.h. besucht. Nun, Besuch bekommen wir öfter – das ist an sich nichts Spezifisches. Doch wenn die Superintendentin, Frau Martina Szagun, mit einem ihrer Stellvertreter, Pastor Werner Hennies, zu Besuch kommt, um die Gemeinde in allen ihren Lebensäußerungen in den Blick zu nehmen, dann ist das schon etwas besonderes! Visitation ist das kirchliche Fachwort für eine „Gemeinde-Inspektion“ – so wie ein Auto regelmäßig zum TÜV muss, so wird eine Gemeinde auch auf ihre „Fahrtüchtigkeit“ hin überprüft. Sie dient der Stärkung im Glauben, der Beratung der Gemeinde, welche nächsten Schritte gegangen werden sollen, sowie der Überprüfung von Lehre und Leben der Gemeinde und aller, die in ihr arbeiten.

Die Praxis der Visitation stammt schon aus der Reformationszeit. So formuliert Martin Luther: „Wie ein göttlich, heilsam Werk es sei, die Pfarren und christlichen Gemeinden durch verständige, geschickte Leute zu besuchen, zeigen uns genugsam an beide, Neues und Altes Testament.“ (aus der Vorrede von Martin Luther zum Unterricht der Visitatoren an die Pfarrherrn im Kurfürstentum zu Sachsen). Man findet im Neuen Testament einige Berichte darüber, dass die Apostel Gemeinden besuchen, um sie z.B. zu ermahnen und zu ermutigen. So hoffen wir, dass die Fahrtüchtigkeit unserer Gemeinde noch verbessert wird, auch wenn sie oft schon ziemlich schnell fahren muss.

Über konkrete Termine zur Visitation informieren wir Sie.

Pastorin Karen Schmitz

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