Epiphaniasfest am 6.1.2014

Epi-Fest  2014Jedes Jahr findet am 6.01. des Neuen Jahres das Epiphanias Fest statt, das die professionellen Mitarbeiter für die ehrenamtlichen Helfer ausrichten – und da haben sie eine Menge Arbeit, denn die Epiphanias-Kirche hat einen Kirchenchor, einen Gospelchor, Besuchsdienst, bietet Ausflüge und „Urlaub mit dem eigenen Bett“ an, Leute, die das Kirchenblatt austragen und viele andere Helfer, die etwas für die Gemeinde tun. Aber die Festleitung ist den Dingen gewachsen. Jedes Jahr gibt es ein neues Motto für das Fest, und selbst eine Bombenräumung am 6.01.13 hat das Fest nicht verhindern, nur verschieben können. In diesem Jahr war dagegen alles erfreulich normal: Den Gottesdienst um 18.00 Uhr gestalteten Frau Schmitz und Herr Petersen. Leider war Herr Benti erkrankt und konnte deshalb nicht mitwirken. Aus der Gemeinde kamen spontan gerufene Grüße mit dem Wunsch einer guten Besserung. Den musikalischen Teil des Gottesdienstes gestaltete der Kirchenchor.

Nach dem Gottesdienst ging es direkt ins Begegnungszentrum, das festlich dekoriert war, und zwar standen auf den Tischen die Fahnen der EU-Staaten, stilecht auf dunkelblauen Tischdecken mit Sternenkreisen. Wir kamen also direkt in Europa an. Nach dem Essen (sehr erfreulich sowohl in Qualität und Quantität) war das auch unser Thema. Wir erfuhren, dass Pastor Benti und seine Familie schon vor ein paar Jahren eingebürgert wurden. Das geht allerdings nicht einfach so, denn die künftigen deutschen Bürger müssen einen Einbürgerungstest absolvieren, ob sie sich in Deutschland auch auskennen. Einige Fragen aus diesem Test bekamen die Gäste des Epiphanias-Festes tischweise vorgelegt und bei der Beantwortung musste man schon manchmal nachdenken, welche der möglichen Antworten denn nun richtig sein könnte. Zum Glück gab es keine strenge Korrektur, sondern nur einen Vergleich, bei dem nicht jeder Fehler herauskam … .

Wie sich Deutschland aus der Sicht eines türkischen Einwanderers darstellt, zeigte Pastor Petersen, indem er zwei kurze Episoden aus dem Film: „Almanya – Willkommen in Deutschland“ einspielte. Diese Sicht von außen ist überraschend und manchmal komisch. Das, was uns selbstverständlich ist, kann für Menschen aus einem anderen Land durchaus verwirrend wirken.

Nach einer kurzen Pause sang der Gospelchor Lieder, deren Texte nahe an der Jahreslosung des Jahres 2014: „Gott nahe zu sein, ist mein Glück“ (Psalm 73,28) waren.

Danach ging es wieder um europäisches Wissen: Nationalhymnen wurden angespielt, und der Tisch mit der richtigen Fahne musste diese schwenken. Gar nicht so leicht: Man musste erst mal die Fahne kennen und dann auch noch die Hymne! Bei den Ländern der „alten“ EU klappte das ganz gut. Wenn aber ein Tisch nicht gleich auf die richtige Lösung kam, gab es ausgesprochen hilfreiche Blicke von Frau Grimm, Frau de Buhr oder Herrn Petersen. So wurde auch dieses Problem gelöst.

Im nächsten europäischen Spiel bekamen die Teilnehmer Puzzleteile, die zu Bildern aus europäischen Städten passten. Jeder musste nun herausfinden, zu welchem Land das Puzzleteil passte, das man gerade in der Hand hielt. Daraufhin setzte sich alles in Bewegung, man ging von Tisch zu Tisch, bis das passende Land gefunden war. Tatsächlich gelang es, alle Puzzle fertig zu stellen. Ein echter Erfolg der Zusammenarbeit.

Als letzte Aufgabe wurden Lieder aus verschiedenen Ländern gespielt, die dann der entsprechende Tisch oder auch einfach jemand, der das Lied kannte, weitersang und gestaltete. Es gab viel Talent dabei zu sehen. Die Stimmung war ausgesprochen fröhlich.

Dazwischen unterhielten sich alle an den Tischen, dachten dem vergangenen Jahr nach, kamen ins Philosophieren, machten Pläne für das Neue Jahr. Es war ein schöner, gelungener Abend. Vielen Dank an die Veranstalter!!

Und das Schönste: Auch 2015 wird wieder einen 6. Januar haben.

Irmgard Schulz

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