Eindrücke aus der Arbeit des Kirchenvorstandes

hier: Ingrid Breuker

Hier berichtet Frau Ingrid Breuker für die Ausgabe April /Mai 2014 von „Kirche im Stadtteil“. Vielen Dank für die ermutigenden Antworten zur Arbeit im Kirchenvorstand! Wenn Sie sich für dieses Amt interessieren, melden Sie sich bitte in der Epiphaniasgemeinde. 

DSC_0050-1Frau Breuker, Sie sind seit 5 Jahren im Kirchenvorstand. Was hat Sie motiviert, sich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen?

Ich habe meine Kinder in ihrer Schulzeit sehr intensiv begleitet. Als diese Aufgabe zu Ende ging, habe ich nach einer neuen Herausforderung gesucht. Das war genau zu der Zeit, als Kandidaten für den Vorgänger-Kirchenvorstand gesucht wurden. Also habe ich kandidiert und bin zur Halbzeit für einen ausscheidenden Kollegen nachgerückt. Nach drei Jahren ordentlicher Mitgliedschaft im Kirchenvorstand war es für mich 2012 selbstverständlich erneut zu kandidieren. Dass ich diese Bestätigung durch unsere Gemeinde erhalten habe, ist tägliche Motivation für mich.

Was sind Ihre Aufgaben im Kirchenvorstand?

2007 hat unsere Gemeinde die unselbstständige Epiphaniasstiftung gegründet. Seit der ersten Stunde begleite ich die Stiftung, inzwischen als stellvertretende Vorsitzende. Und als weitere Aufgabe bin ich Mitglied im Finanzausschuss.

Was macht Ihnen besondere Freude?

Da weiß ich gar nicht wo ich beginnen soll: Zum Beispiel, wenn ein sehr schönes Konzert erfolgreich war, das unsere Stiftung organisiert hat. Oder die aktive Teilnahme am Konfirmationsgottesdienst. Neben diesen Höhepunkten sind es auch die so genannten Alltäglichkeiten, wie eine harmonische Kirchenvorstandssitzung. Überhaupt: Die Stimmung zwischen uns Ehrenamtlichen und den Hauptamtlichen ist ein großes Plus, ohne das wir immer einer Meinung sind! Und wenn das Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen (ELM Hermannsburg) bei uns anfragt, ob eine Pastorin in unserem Gottesdienst als Abteilungsleiterin eingeführt werden kann, dann spricht das für unsere Gemeinde. Höhepunkte waren auch die Besuche der Superintendentinnen. Ach, ich könnte noch viele weitere Punkte aufzählen!

Was fällt Ihnen schwer?

Ich bin voll berufstätig. Dass bedeutet, für manche Termine mit dem Stadtkirchenverband, der für uns Verwaltungsarbeit macht, stehe ich nicht zur Verfügung. Ebenso finden Termine mit Handwerkern häufig tagsüber statt. – Und meistens ist der Finanzausschuss betroffen.

Wie groß ist der zeitliche Umfang Ihrer Tätigkeit?

Das kann ich nicht so pauschal beantworten. Es gibt Wochen, in denen es schon heftig ist – mehr als zehn Stunden (Kirchenvorstand, Stiftungsvorstand, Finanzausschuss, Gottesdienst mit anschließender Veranstaltung). Aber zum Ausgleich gibt es auch Wochen ganz ohne Kirche. Ich denke, wichtig ist, dass man sich dabei wohl fühlt.

Haben Sie an Fortbildungen teilgenommen, wenn ja, an welchen?

Als die Frage nach Gründung einer Stiftung anstand, habe ich mich informiert. Unter anderem habe ich an zwei mehrtägigen Seminaren „Fundraising“ teilgenommen. Und während der beiden letzten Klausurtagungen waren jeweils anderthalb Tage für die Fortbildung „Kirchenvorstand stark machen“ reserviert. Üblich ist, dass der Kirchenvorstand jährlich im Herbst einmal zur Klausurtagung fährt.

Wo sehen Sie die Herausforderungen in diesem Amt?

Unsere Gemeinde hat soeben die Anerkennung für ein Familienzentrum bekommen. Dieses Familienzentrum ist dank unserer Hauptamtlichen schon ziemlich gut mit Leben gefüllt. Aber es gibt noch weiteren Handlungsbedarf. Die Krippe sollte in unsere Gemeinde überführt werden. Und bei so einem großen Gebäudebestand wie bei uns ist immer Sanierungsbedarf.
Ehrenamtliche sollten soviel wie möglich aus den Bereichen Finanzen und Bau übernehmen, damit die Hauptamtlichen Zeit für die Pastoralaufgaben haben.

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