Urlaub 2013

Urlaub mit dem eigenen Bettmit dem eigenen Bett

hieß es auch 2013. Die Urlaubsaktion der Gemeinde begann am 26. August mit dem Kaffeetrinken, Kennenlernen und kurzen Erklärungen zu den einzelnen Fahrten. Es war ein unterhaltsamer Nachmittag. Auch in diesem Jahr haben sich viele Mitreisende eingefunden, dabei wurden natürlich auch Erinnerungen an die letzten Fahrten ausgetauscht und auch Vorschläge für kommende erörtert.

Inzwischen sind die Fahrten erfolgreich mit der Abschlussveranstaltung zu Ende gegangen. Wenn Sie Lust haben, können Sie die nachfolgenden Berichte von den schönen Tagen lesen.

 

Fahrt nach Fischbeck und Hameln am 27. August

1Wir starteten pünktlich um 9:00 Uhr Richtung Fischbeck. Dort wollten wir das Stift besichtigen. Die Fahrt verlief ohne Störungen, sodass wir viel zu früh ankamen. Zum Glück war uns das Wetter wohlgesonnen, und wir konnten die Zeit bis zur Führung in der Sonne genießen. Einige erkundeten das Gelände, andere saßen auf der Bank und warteten auf die Dinge, die da kommen sollten.

Unser Gästeführer kam pünktlich. Er berichtete von der Geschichte des Stiftes, zeigte uns die Anlage und die herrliche romanische Kirche. Den berühmten Teppich, der die Geschichte des Stiftes erzählt, konnten leider nicht alle sehen, es waren etliche Stufen zu überwinden. Das Stift ist immer noch ein reichsunmittelbares Stift, das nicht der Klosterkammer unterstellt ist. Stiftsdamen (offiziell heißen sie Kapitularinnen) mussten bis 1924 sechzehn adlige Vorfahren haben – heute2 gelten andere Bestimmungen. Für Stiftsdamen ist das evangelische Bekenntnis Voraussetzung. Sie müssen alleinstehend sein, d.h. ledig, verwitwet oder geschieden. Da das Stift nur im Ausnahmefall Hilfe zum Lebensunterhalt leistet, müssen Bewerberinnen über eine gesicherte finanzielle Grundlage zur Lebensführung verfügen. Wir waren alle sehr beeindruckt von der herrlichen Anlage.

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Weiter ging es nach Hameln, wo wir zum Essen erwartet wurden. Danach holten uns die Stadtführerinnen zum Spaziergang ab. Wie immer gingen wir wieder in zwei Gruppen. Unsere Gruppe musste nicht so weit laufen, aber wir haben trotzdem eine Menge über die Stadt erfahren. Zu vielen Häusern gibt es ja auch immer eine Geschichte zu erzählen: z.B. das Demterhaus, das einfach mit einer Steinfassade im Renaissancestil versehen wurde, um das alte Fachwerk dahinter zu verstecken. Der Grund für diese Baumaßnahme war der Wunsch des Sohnes, ein aus reichem Hause stammendes Mädchen zu heiraten. Und so hörten wir noch die eine oder andere Geschichte. Auch der Spruch: „nun ist sie weg vom Fenster“ wurde erklärt. Früher saßen die Damen häufig am Fenster und handarbeiteten, dieses würde oft mit unschönen Bemerkungen bedacht. Wenn sie aber nicht dort saßen, dann waren sie eben „weg vom Fenster“. Heute hat es eine etwas andere Bedeutung. Natürlich gehörte die Rattenfänger-Geschichte auch dazu. Vor dem Hochzeitshaus sitzend, sahen wir wie sich eine Bronzetür in der Hauswand des Hochzeithauses öffnete, und wir konnten das Figuren- und Glockenspiel mit der Rattenfängersage anschauen. Kaffee und Kuchen oder ein Eis rundeten diesen Ausflug ab. Kurz nach sieben waren wir dann wieder in Hannover.

U. Lückert

 

Fahrt nach Rastede am 30.08.2013

Als der Bus um die Ecke kam und wir sahen, dass Herr Krahl am Steuer saß, waren wir alle natürlich hocherfreut. Der Stein, der Frau Hrynko und mir vom Herzen fiel, war nicht gerade klein. Pünktlich um 8:30 Uhr konnte die Fahrt beginnen. Wir kamen zügig voran, ohne Staus oder sonstige Ereignisse. Der Zeitplan konnte gut eingehalten werden.

5Am Heilkräutergarten in Rastede erwartete uns bereits Frau Krott. Sie erzählte anschaulich vieles über Kräuter, die wir als „Unkraut“ bezeichnen. Uns wurde heißer und kalter schmackhafter Tee gereicht. Die Namen der vielen Kräuter darin konnte man aber nicht behalten. Um einige Anregungen reicher, machten wir uns auf den Weg zum Restaurant Arkadia.

Über die Blumenpracht am Restaurant staunten selbst unsere erfahrenen Kleingärtner.

Pünktlich um 14:00 Uhr konnte die Ammerlandfahrt mit Frau Schweers als Reiseführerin beginnen. Nach einer kleinen Rundfahrt durch Rastede fuhren wir durch blitzsaubere Dörfer mit sehr gepflegten Vorgärten. Überrascht hat uns dann die Parklandschaft Ammerland. Etliche Baumschulen mit toll geschnittenen Bäumen und Koniferen konnten wir bewundern. Frau Schweers konnte alles mit ihrer norddeutschen Trockenheit gut vermitteln.

4Anschließend gingen wir durch den Schlossgarten, am Pferdeturnierplatz vorbei, zur St.-Ulrichs-Kirche. Diese wurde im Laufe der Jahre innen mehrfach umgebaut und ausgeschmückt. Bemerkenswert ist die Krypta, der älteste erhaltene Kirchenraum des Oldenburger Landes. Dort ist auch der Sarkophag mit den mumifizierten Gebeinen der Sophie-Eleonore von Schleswig-Holstein-Sonderburg.

Nach dem Kirchenbesuch kehrten wir zu Pflaumenkuchen und Kaffee nochmals im Arkadia ein. Um 17:00 Uhr begann die Heimfahrt nach Hannover, wo wir gegen 19:30 Uhr eintrafen. Es war ein sehr interessanter und, hoffentlich für alle Mitreisenden, schöner Ausflug, zumal das Wetter den ganzen Tag gut mitgespielt hat.

B. Pehl

 

Fahrt nach Schöppenstedt am 2. September

Pünktlich um 9:00 Uhr ging es los. Leider machte das Wetter keinen so guten Eindruck, aber wir wollten uns unsere fröhliche Stimmung nicht verderben lassen. Die A2 bereitete uns keine Probleme, was aber auch wohl daran lag, dass unser pfiffige Busfahrer Thorsten Braunschweig links liegen ließ und auf dem Schleichweg nach Schöppenstedt fuhr. Vor dem Till Eulenspiegel-Museum wurden wir schon erwartet. Die Dame berichtete von der Gründung des Museums. Der Essener Apotheker Erich Leimkugel, ein Sohn der Stadt Schöppenstedt, gründete 1940 das Eulenspiegel-Museum. Er schenkte es 1947 kurz vor seinem Tod seiner Vaterstadt. Inzwischen hat sich aber einiges verändert. Es wurde vergrößert und der Zeit angepasst. Sie erzählte von dem Leben des Till Eulenspiegel und bekannte und unbekannte Geschichten, die er erlebt haben soll. Die Ausstellung war interessant und gut dargeboten.

7Nach den guten Essen im Gasthaus „Zum Zoll“ erwarteten wir unseren Till, der uns seine Wirkungsstätten rund um Schöppenstedt zeigen wollte. Aber so ein Till Eulenspiegel kommt nicht einfach so, der macht daraus einen Auftritt. Er war zu spät, aber dann war er sehr unterhaltsam und informativ. Wir sahen das Geburtshaus, die verschiedenen Gedenksteine, hörten noch einige andere Geschichten über diesen Narren. Tatsächlich ist er seinen Mitmenschen an Geisteskraft, Durchblick und Witz überlegen. Eulenspiegels Streiche ergeben sich meist daraus, dass er eine bildliche Redewendung wörtlich nimmt. Er verwendet dieses „Wörtlichnehmen“ als ein Mittel, die Unzulänglichkeiten seiner Mitmenschen bloßzustellen und die Missstände seiner Zeit aufzudecken. Aber nicht nur der Till ist ein Thema. In Kneitlingen, dem Geburtsort des Till Eulenspiegel (wenn es ihn dann wirklich gab), besichtigten wir unter anderem die herrliche romanische Kirche.

8Anschließend fuhren wir durch den wunderschöner Elm und erfuhren von den großen Buchenwäldern, der seit einigen Jahren praktizierten Waldpflege, den Wildkatzen, die hier gesichtet wurden, und viele Dinge mehr. Zum Abschluss besuchten wir noch den Dom in Königslutter. Ein imposantes Gebäude mit interessanter Geschichte.

6Gegen 16:00 Uhr lieferten wir den Till wieder in Schöppenstedt ab und fuhren zum Tetzelstein, wo wir zum Kaffee erwartet wurden. Es war ein schöner Tag, auch wenn sich das Wetter nicht von der besten Seite zeigte, aber es regnete zum Glück nur ganz wenig.

U. Lückert

 

 

 

Fahrt nach Fredelsloh am 5. September

Unser Ausflug stand unter einem guten Stern. Das Wetter  war traumhaft, Herr Krahl war wieder unser Fahrer, und überhaupt: alle Teilnehmer waren wie immer voller freudiger Erwartung und entsprechend gut gelaunt.

Die Fahrt nach Fredelsloh, bek9annt als Töpferdorf mit einer alten Klosterkirche, verlief ohne Staus und so kamen wir ganz pünktlich zur Kirchenführung an. Ich hatte am Mittwochabend noch eine mögliche Verspätung bei Frau Büttner, der Frau des Pastors, die die Führung machen wollte, angekündigt. Wieder ist es eine romanische Kirche; ehemals eine Stiftskirche, die dem Augustiner-Orden angehörte. Später werden auch Frauen aufgenommen, aber sie erhalten einen eigenen Eingang und dürfen am Gottesdienst nur von der Empore teilnehmen. Nach der Reformation wird das Stift evangelisch. Die Stiftsdamen dürfen dank der Fürsorge von Elisabeth von Calenberg vor Ort bleiben, neben dem amtierenden evangelischen Pastor. Sie erteilen Mädchen Schulunterricht. Lange wurde das Langhaus als Kornspeicher genutzt. Gottesdienst fand im Querhaus und der Apsis statt. Als die Gemeinde wächst, entfernt man den mittelalterlichen Lettner und Teile des Langhauses wurden zur Erweiterung genutzt. Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen wurde der romanische Urzustand wieder hergestellt.

9aBegonnen haben wir mit der imposanten Stiftskirche in Fischbeck, dann sahen wir in Rastede eine wunderschöne und gut erhaltene frühromanische dreischiffige Hallenkrypta, in Kneitlingen eine kleine hübsche romanische Kirche, in Königslutter den Kaiserdom und dann die Kirche in Fredelsloh. Jede Kirche für sich ist ein Kleinod.

Danach gingen wir zum Mittagessen. So gestärkt konnten Jede/ Jeder eigenständig den Ort besichtigen. Einige schauten den Töpfern oder der Kerzenmacherin über die Schulter, andere gingen lieber in die Geschäfte, und noch andere sah ich schon bald im Café.

Mit einer kleinen Andacht in der Kirche beendeten wir die diesjährigen Ausflüge.

Da ja ein Stau auf der A7 fast immer mit dazu gehört, erwischte es uns auf der Heimfahrt. Mit eine halben Stunde Verspätung kamen wir in Hannover an.

U. Lückert

 

Abschlussgrillen am 09. September

Um 15:00 Uhr trafen Frau Hrynko, Frau Pehl und ich uns in der Gemeinde, um das Abschlussfest vorzubereiten. Tische wurden geschleppt, Teller, Besteck und Getränke bereit gestellt, Schüsseln mit Salaten verteilt und der Beamer für die Diaschau in Gang gebracht. Als die ersten Gäste eintrafen, war alles bereit. Auch die beiden Herren Grunenberg und Schmidt, die die Würstchen und das Fleisch grillen wollten, waren pünktlich zur Stelle. Wir schwelgten mit den Bildern noch einmal in Erinnerungen an schöne Tage und Erlebnisse. Nach der Hälfte der Bilder mussten wir uns erst einmal stärken. Alles war sehr lecker. Am dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an die fleißigen Griller. Musikalisch wurde das Fest von Herrn Kemper begleitet. Das Vorbereitungsteam bedankt sich bei allen, die dabei waren und wir hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder heißt: Wir laden Sie ein zu der Aktion „Urlaub mit dem eigenen Bett“.

Ute Lückert

 

 

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