Eindrücke aus der Arbeit des Kirchenvorstandes

hier: Volker Schulte

SchulteEpiZu Beginn des neuen Jahres freuen wir uns, dass Herr Volker Schulte bereit war, die Fragen zur Mitwirkung im Kirchenvorstand zu beantworten!

Herr Schulte, Sie sind seit 2012 im Kirchenvorstand. Was hat Sie motiviert, sich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen?

Wir wohnen seit 1993 mit Unterbrechungen und seit 2001 ständig im Elternhaus meiner Frau in der Ludwigsaue. Unsere Tochter ist hier getauft und konfirmiert worden. Daher haben wir schon lange eine Bindung an die Epiphanias-Gemeinde. Über die Frage nach einer Kandidatur für den Kirchenvorstand habe ich mich gefreut, weil ich hierdurch die Möglichkeit habe, noch enger am Gemeindeleben teilzunehmen und dieses mit zu gestalten.

Was sind Ihre Aufgaben im Kirchenvorstand?

Neben den regelmäßigen Sitzungen und gemeinschaftlichen Veranstaltungen des Kirchenvorstandes arbeite ich im Personalausschuss mit.

Was macht Ihnen besondere Freude?

Ich freue mich sowohl über den Kontakt und Austausch mit den anderen Mitgliedern des Kirchenvorstandes, die ich durchweg sehr schätze, als auch über den Kontakt mit den Gemeindemitgliedern, die den Gottesdienst und andere Gemeindeveranstaltungen besuchen.

Ich sammele im Austausch mit allen viele Erfahrungen, die mich über den „Tellerrand des Alltags“ hinaus blicken lassen, mir neue Perspektiven und auch Mut und Kraft geben. Zudem freue ich mich, eigene Kenntnisse einbringen und zur Lösung von Problemen beitragen zu können.

Was fällt Ihnen schwer?

Da ich freiberuflich tätig bin, fällt es mir manchmal schwer, neben der zeitlichen Belastung durch den Beruf über die regelmäßigen Sitzungen des Kirchenvorstandes hinaus noch weitere Termine mit entsprechender Vor- und Nachbereitung wahrzunehmen. Irgendwie lässt sich dies aber immer vereinbaren, da alle Beteiligten flexibel sind und der Umgang miteinander freundlich und respektvoll ist.

Wie groß ist der zeitliche Umfang Ihrer Tätigkeit?

Die monatlichen Kirchenvorstandssitzungen dauern etwa 3 Stunden. Die etwa einmal monatlich stattfindenden Sonntagsdienste erfordern etwa ½ Stunde über den Gottesdienst hinaus. Darüber hinaus gibt es Wochen mit 1 – 2 Stunden zusätzlicher Tätigkeit durch Besprechungen, Lesen von Dokumenten oder Stellungnahmen, aber auch Wochen ohne zusätzliche Tätigkeit.

Haben Sie an Fortbildungen teilgenommen, wenn ja, an welchen?

Ich habe an einer Fortbildung über die Führung von Jahresgesprächen mit Mitarbeitern in der evangelischen Kirche teilgenommen. Darüber hinaus nehme ich an der Kirchenvorstandsklausur teil, die einmal im Jahr an einem Wochenende stattfindet.

Wo sehen Sie die Herausforderungen in diesem Amt?

Eine Herausforderung liegt sicherlich in der organisatorischen Aufrechterhaltung der gemeindlichen Arbeit angesichts sinkender Mitgliederzahlen und, hiermit verbunden, sinkender finanzieller Mittel. Hierfür ist zum Teil der demographische Wandel verantwortlich, den man nicht beeinflussen kann. Ein anderer Grund liegt aber auch im fehlenden Interesse der Menschen an der Kirche oder gar Ablehnung, die bis zum Kirchenaustritt führen kann.

Diese Haltung lässt sich meines Erachtens positiv beeinflussen durch eine glaubwürdige Darstellung der Gemeinde als einem Ort, an dem man im Glauben zusammen finden kann, an dem Gemeinschaft und Halt geboten und Gutes für alle Menschen geleistet wird.

Hierfür bietet die Epiphanias-Gemeinde viele Möglichkeiten durch die zusätzliche Einrichtung der Krippe und des Familienzentrums unterm Kirchturm, aber auch durch eine Vielzahl von Veranstaltungen etwa in Kooperation mit der verbundenen Titus-Gemeinde, der Epiphanias-Stiftung und anderen Einrichtungen im Stadtteil.

Eine der großen zukünftigen Herausforderungen wird neben der Steigerung der Attraktivität von Kirche und Gemeinde in der Verringerung der Abhängigkeit gemeindlicher Arbeit von sinkenden Kirchensteuerzahlung liegen etwa durch Nutzung der Möglichkeiten des Fundraising.

Vielen Dank für das Interview, das P. Benti mit Herrn Schulte führte.

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