Eindrücke aus der Arbeit eines Kirchenvorstandes

ErdmannDSC_0028Herr Erdmann, Sie sind ja schon länger im Kirchenvorstand. Was hat Sie motiviert, sich für dieses Amt zur Verfügung zu stellen?

Ich gehöre vom Wohnort eigentlich zur Gethsemane-Gemeinde. Aber durch meine Zugehörigkeit zur Christlichen Jungenschaft, die in der Epiphanias-Gemeinde beheimatet ist, habe ich seit langem eine starke Verbundenheit zu dieser Gemeinde. Deshalb habe ich mich umpfarren lassen, um zur Gemeinde tatsächlich zu gehören. Es haben sich im Laufe der Zeit immer mehr ehrenamtliche Aufgaben in der Gemeinde ergeben. Da war es nur eine Frage der Zeit, um in dieses Amt zu kommen und meine Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen.

Was sind Ihre Aufgaben im Kirchenvorstand?

Ich bin seit langem im Bauausschuss, deren Vorsitzender ich bin. Das ist für mich eine wichtige Aufgabe in der Gemeinde. Ebenfalls arbeite ich im Finanzausschuss mit. Das passt gut zusammen. Im Personalausschuss bin ich auch beteiligt. Für die Computer der Gemeinde bin ich verantwortlich. Zu Allem ist zu sagen, man wächst in diese Aufgaben hinein. Keiner ist sofort perfekt: Man lernt immer dazu. Wir sind ja alle mehr oder weniger Laien mit verschiedenen Begabungen, die ehrenamtlich arbeiten.

Was macht Ihnen besondere Freude?

Die Atmosphäre und der Umgang im Kirchenvorstand miteinander ist eine Freude. Jeder gibt sein Bestes zum Wohle des Ganzen. Da kann man Gott wirklich dankbar sein. Das ist ja leider nicht selbstverständlich, aber unerlässlich. Wenn Bauvorhaben gelungen sind und der Gemeinde eine Zukunft geben, ist das ein Grund zu Freude. Und natürlich der Kontakt zu den Gemeindegliedern ist ebenfalls eine wichtige Sache. Dazu ist auch der Sonntagsdienst eine gute Gelegenheit, die Freude macht.

Was fällt Ihnen schwer?

Das Gleichgewicht zwischen privaten Dingen und den Anforderungen der Gemeinde muss immer wieder tariert werden. Die eigene Leistungsfähigkeit, die ja bei jedem anders ist, muss beachtet werden. Manche Menschen fahren ständig 110-120 % oder gar mehr und wundern sich, dass sie ein Burnout bekommen. Der Zeitgeist tut sein Übriges dazu.

Wie groß ist der zeitliche Umfang Ihrer Tätigkeit?

Drei bis vier Stunden pro Monat für die KV-Sitzungen. Dazu je ca. zwei Stunden für die Ausschüsse. Der Kontakt mit dem Stadtkirchenverband bzw. der Stadtkirchenkanzlei ist oft zeitaufwändig. Mit den Handwerkern oder manchmal den Architekten sind Termine zu verabreden und wahrzunehmen. Es ist aber einiges von zu Hause zu machen. Das muss auch koordiniert und überwacht werden. Dabei ist unser Küster und Hausmeister Kai Depenbrock stark mitbeteiligt. Ohne die gute Arbeit von Herrn Friedhelm Depenbrock wäre es ebenfalls schlecht denkbar. Sie sehen, ohne eine gute Zusammenarbeit und Ergänzung geht es nicht. Da ich im Ruhestand bin ist der Zeitaufwand für mich kein unüberwindliches  Problem. Die Computer der Gemeinde und vom FamilienZentrum (Kita, Hort und Krippe) müssen gewartet und lauffähig gehalten werden. Das erfordert unterschiedlich viel Zeit.

Haben Sie an Fortbildungen teilgenommen, wenn ja, an welchen?

Die Kirchenvorstandsklausuren, die jährlich stattfinden, haben mir manche Hilfe gegeben. Besonders haben die Klausuren und Seminare in der Heimvolkshochschule Loccum mir viele Anregungen und Aha-Erlebnisse gegeben.

Wo sehen Sie die Herausforderungen in diesem Amt?

Die Kirche durchlebt ja eine nicht sehr einfache Zeit. Die finanziellen Mittel werden momentan geringer. Da sind kluge und weise Entscheidungen nötig. Die kann uns unser Herr Jesus Christus aber geben. Unsere Kirche ist ja Teil Seiner Kirche. Er passt auf Seine Kirche schon auf. Aber einfach wird es wohl nicht sein.

Vielen Dank für das Interview, das P. Benti mit Herrn Erdmann führte.

 

 

 

 

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