Ausflüge der „Junggebliebenen“ 2016

 

 

Besuch des Theatermuseums am 20.01.16

IMG_20160120_160059Der Winter hatte doch noch mal zugeschlagen. Nachdem wir Weihnachten bei frühlingshaften Temperaturen erlebten, stapften wir nun durch den Schnee zur Straßenbahn und zum Museum. Wir waren wider Erwarten eine große Gruppe, die sich aufmachte das Leben und Wirken von Heinz Erhardt zu erkunden.

IMG_20160120_152127

 

Viel Text war zu lesen, aber auch Ausschnitte von seinen Auftritten waren zu bewundern. Einige persönliche Dinge, wie sein Portmonee, seine Brille, Bilder von der Familie, die Briefmarke, die 2009 ausgegeben wurde, und andere Sachen mehr wurden ausgestellt. Mir war nicht klar, dass Heinz Ehrhardt einige Zeit in Hannover bei der zweiten Frau seines Vaters lebte. In der Ausstellung konnte man auch lesen, dass er häufig in unserer Stadt aufgetreten ist. Eine interessante und empfehlenswerte Würdigung des Lebens dieses einzigartigen Künstlers. Beim anschließenden Kaffeetrinken wurde wie immer ein wenig ausgewertet, denn jeder hatte eine besondere Szene von Heinz Ehrhardt vor Augen.

U. Lückert

Blindenmuseum

Am 16.02.2016 machten sich die Junggebliebenen auf, das Blindenmuseum anzuschauen. Pünktlich um 15:00 Uhr holte uns Herr Meyer an der Pforte ab. Zuerst bekamen wir eine kurze Erklärung über den Gebäudekomplex: Das Blindenmuseum wurde Anfang 1900 gebaut, konnte aber erst nach dem ersten Weltkrieg als solches genutzt werden. Damals DSCI6043war es ein Internat, streng nach Geschlechtern getrennt, mit großen Schlafsälen, selbst auf dem Gelände wurde auf Einhaltung dieser Regeln geachtet. Für blinde Kinder bestand hier endlich die Möglichkeit eine Welt zu erkunden, die ihnen bisher verwehrt war. Allerdings mussten die Unterrichtenden sehr findig sein und nach Möglichkeit über handwerkliche Fähigkeiten verfügen, denn Unterrichtsmaterialien waren kaum vorhanden. Wir konnten einige tolle Karten der Welt, Deutschlands und Hannovers mit entsprechenden Erhebungen oder Vertiefungen bewundern. So konnten die Schüler die Gebirge, die Flüsse, die Städte und das Meer ertasten. IMG_20160216_152655Genau wie auf dem Globus, der mir besonders gefallen hat. Interessant waren auch die „Schreibmaschinen“ für die Braille-Schrift. Selbst als Kind erblindet, tüftelte Louis Braille, angeregt durch Andere, an der Möglichkeit schreiben und lesen zu können. 1825 hatte der erst 16-jährige seine Blindenschrift fertig­gestellt. Wir haben versucht, einige Punkte auf dem Papier zu ertasten. Es ist aber keinem von uns gelungen. Herr Meyer erklärte uns die Grundlagen der Schrift, sodass wir versuchen konnten etwas zu schreiben. Allerdings mit großen Bausteinen und als Hilfe mit dem aufgedruckten Buchstaben. Zum Schluss führte er uns noch den Computer vor, mit dem die Schüler heute arbeiten. Bei Sehbehinderten genügt es oft schon, die Schrift durch kontrastreiche Farben besonders deutlich zu machen oder sie mit spezieller Software zu vergrößern. Viele Blinde benutzen Sprachausgaben, die Texte mit einer künstlichen Stimme über die PC-Soundkarte vorlesen. Außerdem gibt es sogenannte Braille-Zeilen, ein Zusatzgerät, das Texte in Punktschrift anzeigt. Diese neue Technik bietet neue Arbeitsfelder, denn leider gibt es sonst für Blinde oder stark sehbehinderte Menschen nur geringe Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die meisten handwerklichen Berufe, wie z.B. Bürstenmacher, Korbflechter, Telefonistin oder Masseur werden nicht mehr so dringend benötigt. Aber wer die Möglichkeit hat, die Hochschulreife zu erlangen, kann studieren und dann z.B. als Jurist oder Psychologe arbeiten.DSCI6049
DSCI6048Auch der Opa von Frau Hüttig war blind.
Er vermachte ihr eine spezielle Taschenuhr für Blinde. Diese hat sie Herrn Meyer für das Museum geschenkt.

DSCI6035

 

Wir haben einen informativen Nachmittag erlebt, den wir wie immer in einem Cafe abschlossen.

Ute Lückert

 

 

 

Der Ausflug ins

Steinhoff Designmuseum am 22. März Design 08

fand großen Anklang.

Über 20 Damen (hatte sich diesmal kein Herr getraut?) wollten dieses kleine aber feine Museum anschauen, das sich ganz dem Thema Design widmet. Auf kleinstem Raum werden zu verschiedenen Themen wechselnde Ausstellungen gezeigt. Hierbei handelt es sich um ein nicht kommerzielles Museum. Das Museum verlangt keinen Eintritt, sondern stellt sein rein kulturelles Engagement der Öffentlichkeit unentgeltlich zur Verfügung. Seit 2012 steht dieses Museum, welches in Mikro-Architektur erbaut wurde, im Einrichtungshaus Steinhoff am Braunschweiger Platz in Hannover. Das Museum ist ein besonderes, architektonisches Highlight, mit dem Anand Steinhoff für alle Liebhaber des Designs einen Ort der Begegnung geschaffen hat.

Design 19aWir wurden von einer Mitarbeiterin des Möbelhauses Steinhoff freundlich empfangen und sachkundig durch die Ausstellung geführt. Seit dem 01. Oktober 2015 ist „Die finnische Welle. Heimatverbunden, urdemokratisch und international vernetzt: Aino und Alvar Aalto“ zu sehen. Aino und Alvar Aalto, beide Architekten, haben sehr unterschiedlich Dinge gestaltet. Die Liste der Bauten, die er entworfen hat, ist lang. Auch in Deutschland kann man seine Werke bewundern. In dieser Ausstellung ging es aber eher um die kleinen Dinge, die sie geschaffen haben.

Design 13Er verspielt, geschwungen teilweise extravagant z.B. die Vase Savoy, der Originalname lautet: weibliche Eskimolederhose, oder der stapelbare Dreibeinhocker. Sie hingegen hat klare, einfache Formen entworfen, die auch maschinell hergestellt werden konnten, und somit für jeden erschwinglich. Viele dieser Dinge hat IKEA kopiert. Wir können dieses Museum nur weiterempfehlen.

Bevor wir uns auf den Heimweg machten kehrten wir wie immer zu Kaffee und Kuchen ein.

U. Lückert

Blaues IMG_20160413_143142Am 13. April machten sich
18 wissbegierige Senioren auf den Weg, um das

„Blaue Wunder“ auf dem Friedhof am Lindener Berg

zu sehen. Wir fuhren mit den Linien 2 und 9 bis zur Nieschlagstraße und wurden gleich an der Haltestelle mit der Vergangenheit Lindens konfrontiert. Dort stand das Palais des Schnapsbrennerei Besitzers und Senators von Linden Christian Niedermeyer. Er war der Initiator prachtvoller Wohnhäuser in der Beethovenstraße. Mit diesem Wohnungsbau wollte er die reichen Hannoveraner nach Linden holen, um das Image anzuheben. Blaues IMG_20160413_143407

Weiter ging es über den „Pariser Platz“ bis zur Martinskirche, die 1728 die ehemalige Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert ersetzte. Die Kirche wurde im 2. Weltkrieg zerstört, aber ihr Kirchturm blieb unversehrt und steht nun neben einem neugebauten Kirchenschiff. Auf dem kleinen Restfriedhof der Kirche befindet sich das Grab von Johann und Georg Egestorff. Johann kam durch den Export von Kalk und Steinabbruch zu Reichtum und sein Sohn Georg gründete später die Hanomag. Wir umrundeten die Kirche und kamen zu den “von Alten Gärten“ mit dem „Hundeloch“. So hieß ein Gefängnis aus dem 12. Jahrhundert, außerdem sind noch die Reste einer Mauer zu sehen. Nun begann der „Aufstieg“ zum Lindener Berg, vorbei an der Sternwarte, der Osmer Villa und dem Jazzclub zum Bergfriedhof. Dort wollten wir eigentlich das „Blaue Wunder“, die blaue Blume Scilla siberica – Blaustern bewundern. Leider war die Blütezeit abgelaufen. Aber auch ohne die Blütenpracht ist der Friedhof eine Oase der Entspannung. Am Küchengartenpavillon, der seit 1913 auf dem Friedhof steht, und am Lindener Turm vorbei ging es zurück zum Pariser Platz, wo wir im berühmten Cafe K bei Kaffee und Kuchen einen netten Abschluss fanden.

M. Hryno

Unser Ausflug für Junggebliebene vom 12.5. führte uns in die

Calenberger Neustadt.

Hm – ja, wo ist die eigentlich, und wann kommt man da schon mal hin?  Klar, mit uns:

IMG_2861Zuerst besuchten wir St. Clemens und das Mahnmal zur Erinnerung an jüdisches Leben in der Ohestraße, den Neustädter Markt mit seinem Tischbrunnen und die Neustädter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, in der wir von einem ehrenamtlichen Führer eine kleine Einweisung in die Kirchengeschichte bekamen.IMG_2867

Der Duve-Brunnen, auch Sämann-Brunnen genannt, stand früher auf dem Neustädter Markt und sollte im 2. Weltkrieg in Hamburg zur Materialsammlung eingeschmolzen werden. Er hat überlebt, steht heute auf dem Mittelstreifen des Leibnizufers und blickt in Richtung seines alten Standortes.

IMG_2865

Weiter gingen wir u.a. am Archiv und dem von-Alten-Denkmal zur Ev. ref. Kirche an der Lavesallee und wissen nun, wo Herr Knigge seinen „Benimm-Wälzer“ geschrieben hat.

Bevor es zum Kaffeetrinken in die Esplanade ging, habe ich noch von der Entstehung des Friederikenstiftes erzählt und die Babyklappe gezeigt – ein für unsere Begriffe recht trostloser Kellereingang,

Birgitt Hüttig

Stadtteil Sahlkamp

IMG_2942Der Wetterbericht verhieß nichts Gutes. Für Freitag, den 17.06. war Unwetter angesagt. Dieser Vorhersage zum Trotz wollten 14 mutige Damen gemeinsam einen Teil unseres Stadtteils erkunden. Unser erstes Ziel war die Epiphanias-Kirche. Frau Schumacher erzählte von der Entstehung und auch sonst noch Wissenswertes über unsere Kirche. Die Frage nach dem ersten Pastor konnte aber trotz einiger Telefonate nicht abschließend geklärt werden. Danach warfen wir einen Blick auf das Jugendzentrum. Dieses Gebäude war nicht allen bekannt.

IMG_2948Weiter ging es zum Stadtteilbauernhof. Leider war eine Führung nicht möglich, da die Mitarbeiter in den Projekten eingebunden waren, aber einen Blick in das Backhaus mit seinem wunderschönen Mosaik konnten wir werfen. Der Bauernhof ist ein Ort, an dem sich Menschen, Tiere und die Natur begegnen. Mitten in der Stadt, aber fern vom städtischen Alltag, gibt er den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich relativ frei zu bewegen und ihre Erfahrungsräume selbst zu gestalten. Als Erlebniszentrum im Sahlkamp dient der Stadtteilbauernhof seit 1998 in erster Linie den Kindern und Jugendlichen als Zuhause und Stützpunkt in ihrem Wohnumfeld. Während wir die Tiere anschauten und das Gelände erkundeten verdunkelte sich der Himmel. Zu unserem großen Glück konnten wir uns in der Eingangshalle vor dem Regen retten. Frau Schumacher nutzte diese Pause, um uns einige interessante Dinge über den Bauernhof und den Märchensee zu erzählen. Vorbei an den riesigen Brombeerbüschen gingen wir um den Märchensee zum kleinen Einkaufszentrum Tempelhofweg.IMG_2954

An der Evangelischen Freikirche vorbei spazierten wir durch die „Berliner Straßen“ zu 99+4 zum Kaffee trinken.

Ute Lückert

Groß-Buchholz

IMG_20160725_152959Am 25. Juli trafen sich zehn Frauen in Groß-Buchholz, um diesen Stadtteil zu erkunden. Der Treffpunkt war an dem Bronzebrunnen vor dem Bürgerhaus. Dieser sehenswerte Brunnen setzt sich aus mehreren Haustieren zusammen und wurde vom Pinkenburger Kreis gespendet. Herr Busse, der 1984 diesen Kreis ins Leben rief, begrüßte uns und erzählte, dass sich in unmittelbarer Nähe des Bürgerhauses im Mittelalter eine Zollstation befand. Das Bürgerhaus war früher ein Trafohaus der Stadtwerke. Der Pinkenburger Kreis konnte mit großem finanziellen Einsatz und einem Zuschuss der Stadt das Grundstück und das Trafohaus erwerben. IMG_20160725_154446Es wurde zu einem Treffpunkt für Einheimische und Migranten um- und ausgebaut. Nachdem wir in dem Saal Kaffee getrunken und Kuchen gegessen hatten, begann eine sachkundige Führung durch Groß-Buchholz. Einem Archivar ist es zu verdanken, dass die nötigen Unterlagen für die Renovierung der verrotteten Fachwerkhäuser beschafft werden konnten und somit bewohnbar wurden. Durch diese Aktionen wurden die Menschen sensibilisiert, ihren schönen Stadtteil zu erhalten.

M. Hrynko

Stadtteil List

Am 21.09.2016 trafen wir uns wie immer kurz vor 14:00 Uhr an der U-Bahnstation Bahntrift. Wir wollten etwas über den Lister Platz, die Markuskirche, die Keksfabrik Bahlsen und den Lister Turm erfahren.

img_3014Die Straßenkreuzung Lister Platz war bereits um 1850 vorhanden. Hier verlief die alte Landstraße von Hannover nach Celle (Alte Celler Heerstraße). 1907 erhielt der Platz den Namen Lister Platz als ein Mittelpunkt des Stadtteils. Von 1933 bis 1945 hieß er Hugenbergplatz, benannt nach Alfred Hugenberg.

img_20160921_145519Weiter ging es zur Markuskirche. Ihr Bau wurde 1902 begonnen. Aber schon bald stockten die Bauarbeiten, da für den 70 m hohen Kirchturm ein stabiles Fundament notwendig war. Dazu wurden 400 Betonpfähle in den Untergrund mit Treibsand gerammt. Im Jahr 1906 wurde die Kirche eingeweiht. Das Mosaik an der Südwestseite wurde von Kaiser Wilhelm II. gestiftet und zeigt den auferstandenen Christus als Weltenherrscher. Es wurde erst 1907 vollendet, zur Besichtigung reiste der Kaiser persönlich an. Herr Krüger, der uns durch die Kirche führte, wies uns auf viele interessante Dinge hin. Er hatte u.a. ein Bild von dem Altarraum vor der Zerstörung im 2. Weltkrieg. Die Kirche war ursprünglich, dem Zeitgeist entsprechend, im Stil der Neoromanik ausgemalt. Nun ist sie mit neuen Fenstern und mit einem neutralen Anstrich versehen. Seit 2014 ist die Markuskirche eine der vier Kulturkirchen der Stadt, hier finden Konzerte, Lesungen und andere kulturelle Veranstaltungen statt.

bahlsenDer nächste Punkt, den wir ansteuerten, war die Bahlsen-Keks-Fabrik. 1889 wurde die Firma gegründet und hatte 10 Mitarbeiter. Sie entwickelte sich rasch zu einem großen Unternehmen. 1911 entstanden rund um die ältere Fabrikanlage im hannoverschen Stadtteil List ein Verwaltungsgebäude an der Podbielskistraße sowie ein Fabrikationsgebäude an der Lister Straße. Die Gebäude gehören zu den besten architektonischen Leistungen des Jugendstils in Hannover. Wir hörten viel über die Familie Bahlsen und die Entwicklung der Firma bis heute. Das war für uns sehr interessant.img_20160921_160311

Zum Schluss gingen wir zum Lister Turm. Wegen seiner Lage sowie der Namensgebung wird zuweilen vermutet, dass der Lister Turm im Stadtteil List steht. Da aber der gesamte nördliche Teil der Eilenriede zum Stadtteil Zoo gehört, liegt auch der Lister Turm in diesem Bereich. Ursprünglich war der Lister Turm ein Wartturm der mittelalterlichen Hannoverschen Landwehr (1387 erstmals erwähnt). Die alten Gebäude wurden abgebrochen und 1895 durch eine romantisierende Nachbildung ersetzt. Im Frühjahr 1933 wurde von den Nationalsozialisten ein inoffizielles Gefängnis mit einem Folterkeller in dem Gebäude betrieben. An die Inhaftierten und Opfer erinnert heute eine Gedenktafel. Das Gebäude überstand den Zweiten Weltkrieg unversehrt und beherbergte zeitweise die Hochschule für Musik, Theater und Medien. Heute dient der Turm als Freizeitheim der Landeshauptstadt Hannover.

Ein herzliches Dankeschön an Frau Schumacher und Frau Klings, die sich auf diesen Ausflug hervorragend vorbereitet haben.

Ute Lückert

Gartenkirche

Donnerstag, den 19.10.2016, stand der Besuch des Gartenfriedhofs auf dem Programm. Die Wettervorhersage war nicht gut, deshalb waren wir nur 9 Personen, die diesen Spaziergang mit  machen mochten. Diesmal waren auch 3 Damen der Titusgemeinde dabei, was uns sehr gefreut hat.
Zuerst schauten wir uns die Gartenkirche an. Eine sehr schöne neugotische Kirche. 1748 wurde die erste Gartenkirche gebaut. Sie lag, wie auch der Friedhof, außerhalb der Stadtmauern. Es handelte sich um einen einfachen Saalbau. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl stark an und so hatte die Gemeinde 1870 schon 20.000 Mitglieder. Das war der Grund, dass neue Gemeinden gegründet wurden. 1876 Dreifaltigkeitskirche in der Oststadt, 1883 Petrikirche in Kleefeld, 1886 Pauluskirche in der Südstadt. Die alte Gartenkirche war im Laufe der Jahre baufällig und zu klein für die Zahl der Gemeindemitglieder geworden und wurde 1886 abgerissen. In den Jahren 1887 bis 1891 entstand eine neugotische Hallenkirche aus Deistersandstein. Diese wurde im zweiten Weltkrieg 1943 bei dem Angriff auf Hannover schwer beschädigt und der brennende Turmhelm stürzte auf den Friedhof. Jedoch hielt das Deckengewölbe stand, ebenso blieben Altar, Kanzel und Taufstein erhalten.

Schon 1945 fasste der Kirchenvorstand den Beschluss zum Wiederaufbau der Gartenkirche. Gründonnerstag, den 14. April 1949, wurde sie durch Landesbischof Lilje wieder eingeweiht. In den Jahren 2001-2003 konnte in einer liebevollen Restaurierung der ursprüngliche Zustand des Hillebrandschen Kirchenbaus teilweise wiederhergestellt werden. Sehr schön sind die 1959 erstellten Chorfenster. Sollten sie an einem sonnigen Tag mal an der Gartenkirche vorbeikommen und sie ist geöffnet werfen sie ruhig einen Blick hinein, es lohnt sich. Noch eine Besonderheit ist zu erwähnen: Am Turm befindet sich eine Monduhr. Sie gehört zu der Familie der astronomischen Uhren.

Der Besuch des Gartenfriedhofs fand wegen des Regens leider im Schnelldurchgang statt. 1741 eingerichtet und 1864 aufgegeben ist er heute ein Park mit imposanten Grabmalen mitten in der Stadt. Wir warfen einen Blick auf das Menschenfressergrab, das geöffnete Grab, (im 19 Jahrhundert eine Touristenattraktion), das Grab von Charlotte Kestner, Caroline Herschel und Friedrich Krancke, und flüchtete dann schnell in ein Café, um uns wieder aufzuwärmen. Dort hörten wir noch ein bisschen von diesen Personen. Leider gib es keine Bilder

U. Lückert

Museum August Kestner

img_3133Der Ausflug für Junggebliebene am 18.11.2016 führte uns, der kühlen Jahreszeit entsprechend, in ein Museum. Diesmal hatten wir uns im ältesten Museum der Stadt (1889 gegründet) dem Kestner Museum angemeldet. Auch hier merkten wir, dass wir sicherlich an manchem Detail, der von August Kestner gesammelten ägyptischer und griechisch-römischer Kleinkunst, vorbeigeschlendert wären,
wenn wir nicht von der Museumsführerin
darauf aufmerksam img_3134gemacht worden wären.
Seit 1961 wird das Kestner Museum von einer Glas-Beton-Fassade umgeben. Innen sieht man noch Teile des Treppenhauses und der Seitenflügel, sowie einen Teil der Eingangsfassade des ursprünglichen Museumsgebäudes. Und hinterher? Natürlich lecker Kaffee trinken. Dieses Mal im Neuen Rathaus.

Birgitt Hüttig

Jahresabschluss 2016

Der Raum ist schön geschmückt, leckerer Kuchen steht bereit, der Kaffee ist gekocht und der Beamer aufgebaut und funktioniert. Nun können die Gäste zu unserem letzen Treffen im Jahr 2016 kommen. In gemütlicher Runde wollen wir die Ausflüge anhand der Bilder noch einmal Revue passieren lassen. Es wird viel erzählt und die Zeit vergeht im Flug.

Für 2017 haben wir schon wieder geplant und hoffentlich auch Ihren Geschmack getroffen.

Ute Lückert

 

Diese Seite drucken Diese Seite drucken