Kirchenvorstand in Bewegung – Stadtteilerkundung – 2016

img_9829Organisiert von Kirchenvorsteherin Irmgard Schulz und geführt von der Stadtteilhistorikerin Anette Bochynek-Friske machten sich der Kirchenvorstand samt Gästen trotz des zu erwartenden Regenwetters am 6. August 2016 auf den Weg und erkundeten zum zweiten Mal unser Gemeindegebiet, nämlich den südlichen Teil des Stadtteils Sahlkamp.

Am Anfang gab die Leiterin unseres Familienzentrums, Gesine Grimm, einen Einblick in die neu gestalteten Räume der Kindertagesstätte. Die Umgestaltung wurde notwendig aufgrund der Einführung des modernen „offenen“ Konzepts. Trotz knapper Finanzmittel machten die nach unterschiedlichen Themenbereichen gestalteten Räume einen einladenden und ansprechenden Eindruck, der die Kirchenvorstands-Mitglieder sofort zum Mitspielen oder Mitentdecken einlud.

Die Stadtteilerkundung führte sodann auf den sog. „Wasserweg“, ausgehend von unserem Gemeindezentrum, zunächst durch das Sanierungsgebiet Sahlkamp mit neu angelegten Wegen und Spielplätzen. Dort schon konnten die Regenschirme wieder zugeklappt werden und die Sonne beschien den Rest des Weges.

Dennoch stand das Thema „Wasser“ weiter im Zentrum der Erkundung, nämlich in Gestalt des Mittellandkanals, einer ökologisch und wirtschaftlich wertvollen internationalen Wasserstraße, die unser Gemeindegebiet nach Süden abgrenzt. Speziell im sogenannten „Märchenviertel“ haben sich der Bau und die spätere Erweiterung des Kanals stark auf die Anwohner ausgewirkt, negativ durch Bodenverbrauch, positiv durch die Wertsteigerung der Wassergrundstücke. Wir kamen auch am Haus von Elvira Molik (verstorben im Mai 2016 im Alter von 96 Jahren) vorbei, deren Schwiegertochter uns noch etwas von deren Tätigkeit als Schriftführerin der Interessenvertretung der Anwohner am Kanal erzählen konnte. Die Grundstücke am Kanal wurden für den Fußweg, der dort für viele heute ein selbstverständlicher Spazier- oder Joggingweg ist, erheblich verkleinert.

Einen ungewöhnlichen und unerwarteten Abschluss bildete die seltene Gelegenheit, den Hochbunker am Wietzegraben nicht nur von außen, sondern auch von innen zu besichtigen. Hiervon war besonders Prof. Dr. Bertram Schmitz, ehrenamtlicher Pastor in der Gemeinde, angetan. Da nämlich der dort beheimatete Schützenverein Vahrenheide von 1967 e.V. sein Sommerfest  feierte, konnten die Erkundungsteilnehmer – unter freundlicher Führung von Apotheker Dr. Bothe – einen Blick zurück in die Kriegszeit werfen, als der Bunker vielen Menschen das Leben gerettet hat. Nach dem Krieg diente er u.a. als Andachtsraum für die Kirchengemeinde. Zum Glück wird in dem Bunker heute nur zu sportlichen Zwecken von der Waffe Gebrauch gemacht.

Ein gemeinsames Essen bildete den Abschluss dieses gelungenen Ausfluges.

Christoph Voges (stellvertretender Kirchenvorstandsvorsitzender)

 

 

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