Wildkräuter-Führung am 15.5.2018

Nach gefühlten „elfundneunzig“ mal Umsteigen kamen wir am Stadtfelddamm an (das ist die Straße zur MHH) und mussten nur noch durch die Kleingärten zur Waldstation gehen.

Der Herr, der zur Wildkräuterführung auf uns wartete, bot uns zunächst ein olivfarbenes „Gebräu“ an, das er in kleinen Mengen in Pappbechern verteilte. Ich muss zugeben, dass bei mir im Kopf beim Anblick dieser „Suppe“ gleich eine dunkle Hexenküche mit einem brodelnden Topf und darin verendenden Quakern auftauchte. Aber wir tranken alle mutig den mit Wasser aufgefüllten Trank. Und….. lecker war`s, süß und fruchtig! Jetzt erfuhren wir auch, was wir da getrunken hatten: Gezupfte Löwenzahnblüten mit Zucker aufgekocht!

Dann ging es „in die Natur“ und wir erfuhren überraschend, was man so alles essen kann, mal in der Pfanne zubereitet oder im Salat und auch als Pesto: z.B. Bärlauch, Karde, Scharbockskraut, Schafgabe, Adlerfarn, Herzgespann, Spitzwegerich, Sauerklee, Gundermann, Hauswurz usw.

Unerschrocken griff unser Kräuterführer nach einer Brennessel, strich mit der Hand von unten zur Spitze der Pflanze – und hatte keine Stiche! Das machte zwar keiner nach, aber von den unterschiedlichen Blättchen haben wir doch geknabbert.

Viele der uns gezeigten Kräuter kommen auch in der Eilenriede oder in unseren Gärten vor. Also: Essen wir einfach den Giersch, Löwenzahn oder das Gänseblümchen aus dem Garten auf. – Aber: bei allen Kräutern mit kleinen Mengen anfangen!

Im Frühjahr sollen auch einige Blätter der Bäume sehr gesund und kräftigend sein. Wenn sie also im nächsten Frühjahr ein paar „aufgeblüte“ Senioren beobachten, die sich darin versuchen „Bäume auszureißen“, dann sind das die, die an der Kräuterführung teilgenommen haben.

Birgitt Hüttig

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