Die Eingewöhnung

Der Übergang von der ausschließlich familiären Betreuung in den Kindergarten ist für kleine Kinder, aber auch für ihre Eltern – insbesondere beim ersten Kind ein großer Schritt.

Kinder, die vorher schon in Betreuung waren, tun sich in der Regel leichter. Es gibt aber durchaus Ausnahmen.

Bewährt hat sich eine stufenweise Eingewöhnung, deren Ablauf und Dauer individuell für das aufgenommene Kind zugeschnitten wird.

a) „Schnuppern“

Im Vorlauf zum eigentlichen Beginn der Kindergartenzeit werden Eltern und Kind von der zuständigen Bezugs-Erzieher/in eingeladen. Hier besteht für Eltern und Erzieher/innen die Möglichkeit, sich kennenzulernen. Die Erzieher/innen können viel über das neue Kind erfahren, den familiären Hintergrund, gesundheitliche und andere Besonderheiten des Kindes, wie die Eltern ihr Kind sehen. Für die Eltern bietet dieses Treffen die Möglichkeit, einen ersten Eindruck vom Ablauf im zukünftigen Kindergarten ihres Kindes zu bekommen. Sie können Fragen stellen und Sorgen und Bedenken ansprechen, die sie im Zusammenhang mit der Veränderung im Leben ihres Kindes beschäftigen. Für die Kinder ist dieser Besuch spannend und macht Lust auf den Kindergarten. Auch sie bekommen einen ersten Eindruck vom Kindergarten und von den Erzieherinnen.

b) „Gestaffelte Aufnahme“

Um für die neuen Kinder einen guten Start in den Kindergarten zu gewährleisten, behalten wir uns vor, die Aufnahme zu „staffeln“.

Damit die einzugewöhnenden Kinder die Aufmerksamkeit bekommen, die sie benötigen, beginnen nicht alle am 1. August mit dem Kindergartenbesuch. Je nach Anzahl der neuen Kinder und Tempo der Eingewöhnung der Einzelnen, kann sich die Aufnahme um bis zu zwei Wochen verzögern.

c) Verfügbarkeit einer Bezugsperson

Wenn das Kind im Kindergarten beginnt, braucht es zunächst die Anwesenheit einer vertrauten Bezugsperson, um aus dieser Sicherheit heraus die neue Welt zu erobern und erste Kontakte mit den Erzieher/innen zuzulassen. Nach ein bis zwei Stunden sollte der erste Tag beendet werden.

Ab dem zweiten Tag werden die Erzieher/innen die Bezugsperson gegebenenfalls auffordern, den Kindergarten für eine begrenzte Zeit zu verlassen. Dann ist es wichtig, sich nur kurz zu verabschieden und zügig den Raum zu verlassen.

Eltern können sich jederzeit darauf verlassen, dass die Erzieher/innen die Bezugsperson zurückrufen, wenn das Kind länger als maximal 5 Minuten weint und sich nicht trösten lässt. Dafür ist es unbedingt erforderlich, sich in geringer Entfernung aufzuhalten und telefonisch erreichbar zu sein. Es besteht auch die Möglichkeit für Eltern, ihrerseits in der Einrichtung anzurufen und sich zu erkundigen.

In der folgenden Zeit werden in Absprache zwischen Erzieher/innen und Eltern/Bezugspersonen die Zeiten der Anwesenheit des Kindes mit und ohne Bezugsperson festgelegt.

Für die Eingewöhnung müssen in der Regel 2-4 Wochen eingeplant werden, in denen eine Bezugsperson zur Verfügung stehen muss.

Diese Seite drucken Diese Seite drucken