„speak to me“ – „sprich mit mir“

Herr Waters und Herr Gilmour wären begeistert gewesen

Laut, toll und genial gut ging es am 24. August in unserem Kirchenraum zu. Die Kirchenband kreuz & quer hat sich von Pastor Jens Petersen zu einem außergewöhnlichen Gottesdienst inspirieren lassen. Unser musikbegeisterter Pastor hat die Bandkollegen mit seinem Faible für die Musik von Pink Floyd angesteckt und so wurde ein Brückenschlag zwischen der Musik dieser legendären Band und der Verkündigung von Gottes Wort hergestellt. Wie bei einem Konzert der Original-Gruppe durften Videoinstallationen und ein sphärischer Klangteppich nicht fehlen.

 

Pastor Petersen machte die bahnbrechende Bedeutung dieser besonderen Band deutlich. Wie kaum eine andere Musikcombo hat Pink Floyd musikalische Akzente gesetzt und immer wieder Kommunikationsprobleme der Menschen untereinander thematisiert. So stand auch dieses Konzert unter dem Motto „speak to me“ – „sprich mit mir“. Im Fürbittengebet machte Pastor Petersen auf Ungerechtigkeiten in der Welt aufmerksam, die wir Christen nicht widerstandslos hinnehmen dürfen. Hilfe in unserer Verzweiflung bietet Gott an, so dass die Gemeinde ihn anrief: „Herr, sprich mit uns“.

Thematisiert wurde auch, dass die Vergangenheit unwiederbringlich ist und auch unsere Zukunftspläne nicht immer so umgesetzt werden können, wie wir es uns wünschen. Besonders eindrucksvoll wurde dies im Song „high hopes“ deutlich, welcher auch als Zugabe noch einmal zu Gehör gebracht wurde. Ich persönlich finde das Lied wunderschön und habe beim Konzert direkt eine Gänsehaut bekommen. Wir können unser Leben in Gottes Hand legen und auf ihn vertrauen; niemand kann tiefer fallen als in Gottes Hand.

Auch das Vaterunser und der Segen für die Gemeinde ließen sich wunderbar und harmonisch in die Musik von Pink Floyd einbetten. Neue Projekte sind bereits angedacht, aber noch nicht spruchreif – man darf also gespannt sein.

Dass unser Pastor seine Schulzeit nach eigenem Bekunden furchtbar fand, darf zumindest für das Fach „Musik“ bezweifelt werden, es sei denn, es ist damals noch nicht sein Talent als Rockröhre erkannt worden. Mr. Waters und Mr. Gilmour hätten seinerzeit bei einem Casting auf jeden Fall den Daumen nach oben gehoben.

Joachim Ludwigs

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