Auf gute Zusammenarbeit

Damit Kindergarten und Elternhaus gemeinsam für das Wohl der Kinder arbeiten, ist es wichtig, voneinander zu wissen, was der jeweils andere sich wünscht. Bei Eltern-(Rats-)Abenden, zu denen alle interessieren Eltern eingeladen sind, steht auf jeder Tagesordnung der Punkt: „Fragen und Anregungen der Eltern“. Hier sind Ihre Anliegen gefragt.

Aber auch Erzieher/innen haben Wünsche an die Zusammenarbeit. Wir würden uns sehr freuen, darüber mit Ihnen ins Gespräch zu kommen!

1. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit anerkennen

Es gibt wahrscheinlich keinen Menschen, der sich über Anerkennung nicht freuen würde, da machen Erzieherinnen keine Ausnahme.
Bitte zeigen Sie Interesse am Kindergarten
Zum Beispiel, indem Sie sich nach der Arbeit der Erzieherinnen erkundigen und zu den Elternabenden kommen, und indem Sie Interesse an Elternbriefen zeigen – und sie aufmerksam lesen.

2. Lassen Sie den Kindergarten bitte nicht so oft ausfallen

Wenn der Kindergarten so ernst genommen wird wie die Schule, profitieren alle davon, am meisten das Kind. Deshalb: Nicht täglich darüber diskutieren, ob Ihr Kind hingeht oder nicht!
Ein Kind, das häufig fehlt, hat es schwerer, herauszufinden, mit wem es sich anfreunden möchte und was oder womit es gern spielt. Mit dem Ergebnis, dass ihm der Kindergarten weniger Spaß macht und es noch häufiger darauf drängt, zu Hause bleiben zu dürfen. So entsteht ein richtiger Teufelskreis. Regelmäßigkeit macht es dem Kind leichter, aber auch den Erzieherinnen, die die Kinder dadurch besser kennen lernen.

3. Schauen Sie bitte nicht nur auf Ergebnisse

Was Kindern gut tut, ist nicht immer mit Händen zu greifen: Mit Lupengläsern Tiere und Pflanzen im Garten erforschen, sich streiten, einen Kompromiss suchen und sich wieder vertragen – das alles ist für die Schulvorbereitung genauso wichtig wie Basteln. Auch wenn die Kinder danach nichts zu Hause vorzeigen können.
Schon wenn ein Kind einen Turm baut, lernt es eine ganze Menge. Es muss Material suchen, sich Gedanken über das Bauen machen, mit anderen aushandeln, wer mitmachen darf, Geduld und Ausdauer aufbringen, wenn es nicht sofort klappt. Besser als durch Spielen kann man ein Kind nicht auf die Schule vorbereiten.

4. Seien Sie pünktlich, Ihrem Kind zuliebe

Der Tag beginnt spätestens mit dem Morgenkreis. Ein Kind, das zu spät kommt, stört die Gruppe.
Beim Abholen übrig zu bleiben, ist meistens noch schlimmer. Denn fast jedes Kind macht sich dann Sorgen: Hat Mama mich vergessen? Ist Papa was passiert? Warum bin ich Letzter? Erzieherinnen, die dann auch noch mit Aufräumen oder Vorbereiten für morgen beschäftigt sind, können den Frust eines „übrig gebliebenen“ Kindes nur schwer auffangen.
Deshalb:
Liebe zeigt sich auch in Pünktlichkeit.

5. Wir haben im Interesse gesunder Kinder Regeln für das Frühstück

Wir wünschen uns, dass im Kindergarten gesund gegessen wird.
Bei Geburtstagen oder sonstigen besonderen Anlässen kann genascht werden.
In der Brotdose aber sollten
keine süßen Sachen oder Chips o.ä. sein. Lieber mit einem Frühstücksbrot und klein geschnittenem Obst seine Fürsorge zeigen.

6. Sagen Sie uns, wenn Ihr Kind irgendwo Schwierigkeiten hat

Vom Vertrauen der Großen zueinander profitieren die Kleinen. Wenn Eltern offen über die Schwierigkeiten ihres Kindes sprechen können, ist der erste Schritt zur Lösung schon getan.
Dann können wir mit Ihnen gemeinsam über die Unterstützung Ihres Kindes nachdenken.

7. Verstehen Sie Hinweise bitte nicht als Kritik

Eltern und Erzieher können Partner bei der Erziehung sein. Voraussetzung ist, dass sie einander vertrauen. Wenn wir ein Thema der Erziehung ansprechen, dann wollen wir nicht tadeln. Sondern die Eltern zu einem Gespräch einladen. Gemeinsam können wir dann nach Lösungen suchen. Eltern sind Experten für ihre Kinder, niemand kennt sie so gut wie Mutter und Vater. Erzieherinnen haben einen professionellen Blick. Was liegt also näher, als bei Problemen gemeinsam nach einem Weg zu suchen?

8. Schlucken Sie Ihren Unmut nicht einfach runter

Wir wünschen uns, dass Eltern Zweifel an der Arbeit im Kindergarten offen ansprechen – und auch mit Anregungen nicht hinterm Berg halten. Bitte fürchten Sie nicht, dass Ihr Kind dann anders behandelt wird!
Besser über Probleme sprechen, als drüber zu spekulieren
Unsere Bitte: Zuerst mit den Erzieherinnen sprechen, nicht mit anderen Eltern darüber spekulieren, warum bestimmte Dinge geschehen sind. Sonst wird aus einer Mücke unter Umständen ein Elefant. Und das hilft wirklich niemandem, am wenigsten den Kindern.

Das sind unsere Wünsche – sprechen Sie uns gern darauf an – und sagen Sie uns, was Sie sich von uns wünschen, dann können wir darüber sprechen.

Auf gute Zusammenarbeit, Ihr Familienzentrumsteam

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