Gospelkonzert am 16. Februar 2019

10 Jahre Epiphanias-Gospelchor

Gospel Live  – 3 Chöre im Scheinwerferlicht und mit großem Jubiläums-Sound

Spannend war es am Abend des 16. Februar 2019. Werden viele Gäste der Einladung zum Jubiläumskonzert folgen? 17:30 Uhr. Noch eine halbe Stunde. Die Türen werden geöffnet und bald sind die Bänke von der ersten bis zur letzten Reihe besetzt. Das ist wunderbar! Ein gutes Gefühl auch für die vielen fleißigen Helfer, die eine riesige Bühne für rund 80 Sängerinnen und Sänger montiert hatten und zudem für eine Licht- und Tontechnik vom Feinsten sorgten. 18:00 Uhr. Licht aus! Kurz darauf erstrahlen die Bühne und die drei Chöre im farbigen Scheinwerferlicht. Bereits dieser Anfang hat es in sich. Dann spielt Jürgen Begemann die ersten Takte am Piano und die Musiker der Bethlehem Band stimmen mit ein. Jetzt ist Gospel singen angesagt. Was eignet sich besser als ein afrikanischer Song, um die Begeisterung für Gospelmusik auf das erwartungsvolle Publikum zu übertragen? Das erste Lied „Singabahambayo thina“ erklingt voller Elan und das Publikum taucht sofort mit ein.

Die anschließende Begrüßung durch Pastor Peterson weckt die Lust auf mehr. Mit seiner Ankündigung des Bethlehem Chores aus „Bethlehem“ (natürlich aus Hannover-Linden) sorgte er für eine überaus heitere Stimmung im Konzertsaal. Dann geht es weiter mit „Can You Feel The Love Tonight“. Diesen Song hat Jürgen Begemann mit den Gründungsmitgliedern des Epihanias-Gospelchors vor zehn Jahren als allererstes Lied eingeübt. Drei Chöre zugleich tragen dieses Jubiläumslied vor. Ein emotionales Erlebnis für alle Beteiligten. Der Bethlehem Chor, CaminandoVa und der Epiphanias-Gospelchor rocken das Publikum noch mit drei weiteren Stücken. Dann legt sich jeder Chor einzeln ins Zeug.

Der Bethlehem Chor steht zwar mit nur 10 Chormitgliedern auf der Bühne, er bezaubert aber sofort das Publikum mit tollen Stimmen, vollem Klang und bewundernswerten Soloteilen. Ein besonderes Erlebnis sind die Swing-Stücke von George Gershwin, mit denen uns der Chor zu einer Zeitreise in die 40er Jahre des letzten Jahrhunderts einlädt.

Dann Bühne frei für CaminandoVa aus Rodenberg! Dieser Chor steht für höchste Qualität im Gospel-Modus und er stellt die enorme Bandbreite seines Repertoires einmal mehr unter Beweis. Ein Highlight ist der Vortrag des „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Das ist so gefühlvoll, stark und eingängig. Es ist zu spüren, wie sehr das Publikums hier mitgenommen wird. Bei vielen Zuhörern wird dieser Ohrwurm wohl noch für viele Stunden nachhallen.

Die Stimmung ist nach diesem ersten Teil des Konzerts bereits perfekt. Nun geht es in die Pause. Wieder sorgte ein engagiertes Team für das leibliche Wohl der Gäste, während der Epiphanias-Gospelchor seinem Jubiläumsauftritt entgegenfieberte.

10 Jahre sind es inzwischen. Das Repertoire ist in dieser Zeit doch tatsächlich auf über 150 Lieder gewachsen! Nicht so einfach, daraus 3 Stücke für den nun folgenden Teil des Konzertes auszuwählen. Was liegt also näher, als mit einem Medley zu beginnen? Das Medley startet mit „Time Is Tickin´ Away“. Passend zu diesem Jubiläum. Die Zeit ist nur so dahingeflossen, und nun wird schon der zehnte Geburtstag gefeiert. Bei den Chormitgliedern sind natürlich etliche Gospelsongs besonders beliebt. In diesem Konzert durfte ein Favorit auf keinem Fall fehlen: „Gloria“, das gesungene „Vater Unser“. Ein Stück, das richtig unter die Haut geht. Leise A Capella beginnend, das Tempo im Mittelteil steigernd, bis zum donnernden „Gloria In Exelsis Deo“ im Schlussteil. Der kräftige Applaus begeistert dann auch den gesamten Chor.

Die gute Stimmung wird mit „We Are The World“ weitergereicht an den letzten Teil des Konzertes, in dem nun wieder alle drei Chöre zusammen ihr Bestes geben. Die Dirigentin Judith hat diesen Massenchor richtig gut im Griff, und so bringen die nun gemeinsam gesungenen Gospels den Kirchenraum zum Beben. Das Publikum hält es nicht mehr auf den Sitzen. Zwei lange Zugaben mussten noch her. Erst danach leerte sich die Kirche langsam. Was für ein schönes, erfolgreiches Konzert.

Peter Martin

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