2. Fahrt – Buxtehude

Diesmal starteten wir eine halbe Stunde früher. Der Weg nach Buxtehude erforderte diese Zeitverschiebung. Alle saßen pünktlich auf ihren Plätzen und wir konnten starten. Auf der sonst so von Staus geplagten Strecke rollte unser Bus ruhig seinem Ziel entgegen. Der Himmel war grau und ab und zu fielen auch einige Tropfen vom Himmel. Aber den ganzen Tag hat es immer nur dann etwas geregnet, wenn wir im Bus saßen.

Der Empfang in der St Petri Kirche war überwältigend. Natürlich begrüßten die ehemaligen Mitstreiter von Frau Altenfelder ihre ehemalige Pastorin sehr herzlich und uns erwartete Kaffee und Kekse. Nachdem wir uns ein wenig gestärkt hatten schauten wir uns die dreischiffige gotische Backsteinbasilika mit Westturm an. Frau Altenfelder führte uns von einer Schönheit zur nächsten. Im Chor steht der barocke, zweigeschossige Hauptaltar, der 1710 von Hans Hinrich Römers aus Hamburg geschaffen wurde. Am östlichen Pfeiler der Nordarkaden türmt sich die prachtvolle Kanzel im frühbarocken Knorpelstil auf. Die Kirchengemeinde verdankt die mit den Aposteln und Engelputten reichverzierte Kanzel einer Stiftung des Buxtehuder Bürgers Hilmar Filter im Jahr 1674. Der Passionsaltar steht im Nordschiff der Kirche. Er gilt als bedeutendstes Kunstwerk in der St. Petri Kirche und wichtiges Zeugnis mittelalterlicher Malerei in Buxtehude. Die Haupttafeln sind von Wilm Dedeke (1500-1520 Meister des Maleramtes in Hamburg) geschaffen worden. Im südlichen Seitenschiff findet sich seit 1990 die fotografische Kopie des berühmten Marienaltars. Das Original ist als Leihgabe in der Hamburger Kunsthalle zu besichtigen. Außerdem erfuhren wir beim Betrachten des historischen Chorgestühls, wie es zu dem Ausspruch „halt die Klappe“ gekommen ist. Es war ein guter Rat an die Mönche, die während der stundenlangen Gottesdienste die Klappvorrichtung des Sitzes nicht vergessen sollten.

Wer nun noch Energie hatte, konnte auf den Turm klettern, knappe 94 Stufe. Bei schönem Wetter kann man bis Blankenese schauen. Leider war der Himmel uns nicht so hold. Zum Essen wurden wir im Ovelgönner Hof erwartet und danach ging es mit dem Bus und einer kundigen Dame aus dem Alten Land durch diese wunderschöne Landschaft.

Wir erfuhren Einiges über Obstanbau und Traditionen, die heute noch Bestand haben und besichtigten die Kirche in Grünendeich.

Es war ein wunderschöner Nachmittag, der seinen krönenden Abschluss auf dem Obsthof Feindt mit leckerem Kuchen und Kaffee fand. Die Rückfahrt verlief auch ohne große Staus, sodass wir fast pünktlich in Hannover ankamen.

Ute Lückert

Diese Seite drucken Diese Seite drucken