3. Fahrt – Ausflug zur Glas-Kunst und Ginseng-Farm

Am 5. September begannen wir unseren letzten Ausflug in diesem Jahr bei gemäßigten Temperaturen. Unsere Fahrt führte uns nach Amelinghausen in die Heide.

Dort waren wir in der „Heide Glaskunst“ angemeldet. Im Vorführraum wurde der Gasbrenner auf 1200 Grad angeheizt.  Einige Arbeitsschritte müssen allerdings mit niedrigeren Temperaturen ausgeführt werden. Die hohe Temperatur in dem doch recht kleinen Vorführraum sorgte allerdings für wohlige Wärme. Mit enormer Geschicklichkeit zeigte uns Herr Schmidt, der Glasbläser, an seinem Arbeitsplatz die Herstellung eines Windlichts und Orchideenstabes aus vorbereitetem Material. Verarbeitet wird auch farbiges Material, welches zum Teil aus den USA kommt und sehr teuer ist. Der hohe Arbeitsaufwand und die Materialkosten rechtfertigen daher auch die Preise. Bestaunt wurden auch die vielen farbenfrohen Schalen und ausgestellten Gegenstände. Beeindruckt verließen unsere Ausflügler die Glasbläserei. So manches Windlicht, manche Glaskugel und mancher Orchideenstab fand den Weg nach Hannover.

Einige Kilometer von Amelinghausen entfernt ist der kleine Ort Etzen. Dort im „Café im Speicher“ wurde das Kartoffel-Mittagessen eingenommen. Das Restaurant in einem ehemaligen Speicher ist ein Teil eines Bauernhof-Ensembles, das auch ein kleines Museum beherbergt.

Die Reise ging dann weiter zur Flora-Ginseng-Farm in Bockhorn bei Walsrode. Wir wurden dort von Heike von Fintel in Empfang genommen. Frau von Fintel begleitete uns in unserem Bus zu den Ginseng-Feldern. Die Flora-Farm wurde vor ca. 40 Jahren von Herrn Wischmann professionell aufgebaut und ist seit dieser Zeit ein Familienbetrieb. Es ist die einzige Ginseng-Farm in Europa. Wir erhielten viele Informationen über Anbau und Vermarktung. Vier Jahre müssen die Sämlinge erst wachsen.  Im fünften und sechsten Jahr können Samenkörner abgenommen werden. Danach werden die Wurzeln geerntet und die Felder aufgelöst. Erstaunt waren wir darüber, dass so ein Feld erst nach 30 Jahren wieder mit Ginseng bestückt werden kann. Zwischenzeitlich wird dann Getreide angebaut. Ginseng ist ein besonderes und seit Jahrtausenden bewährtes Heilmittel. Im Ginseng-Shop gibt es Arzneimittel und Kosmetik nur aus deutschem Anbau. Wir durften sogar etwas Ginseng-Wurzel probieren. Nach der Führung wurde im „Ginseng Café“ Kaffee getrunken und Buchweizentorte verzehrt. Einkäufe wurden natürlich auch getätigt und zukünftig werden viele unserer Ausflügler jung und schön durch die Gegend spazieren. Dann ging es heimwärts, wo alle wohlbehalten ankamen. Zu diesem Ausflug wäre noch zu bemerken, dass immer, wenn sich der Himmel verdunkelte und es regnete, wir entweder im Bus oder im Restaurant saßen.

 Bärbel Pehl

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