Die Orgel

orgel2.jpgDas Instrument
Unsere Orgel mit ihren 28 Registern, die auf zwei Manuale (Klaviaturen) und ein Pedalwerk verteilt sind, ermöglicht das Spielen der vielfältigsten Stilrichtungen: Von frühbarocken Orgelwerken über Stücke aus Romantik und Moderne lässt sich (fast) alles realisieren. Diese Vielfalt macht den Wert einer Orgel aus, und so sind wir zu Recht stolz auf unsere „Königin der Instrumente“.

Die Zusammenstellung der einzelnen Klangfarben erfolgte durch den Orgelrevisor der Landeskirche Hannover, Herrn Pastor Dörmann aus Holle. Die Orgelbaufirma Hillebrand aus Altwarmbüchen hat diese Pläne dann mit Hilfe des Architekten Ledeboer in die Tat umgesetzt – nicht zuletzt dank der vielen Spenden durch Gemeindeglieder, die den Bau erst ermöglichten.
Am 1. Advent im Jahre 1961 wurde unsere Orgel in einem festlichen Gottesdienst offiziell in Gebrauch genommen. An diesem Tage führte sie die Gemeinde erstmals durch den Gottesdienst, fertig war sie jedoch noch lange nicht. Erst sechs der insgesamt 28 Register waren eingebaut worden. Einige Wochen später war die Anzahl der fertigen Register schon auf 17 gestiegen und der erste Bauabschnitt beendet. In diesem Zustand blieb die Orgel aus finanziellen Gründen auch erstmal bis zum Jahre 1965. Hier konnte der zweite Bauabschnitt abgeschlossen werden und alle 28 Register standen nun an ihrem Platz. Der Gemeinde wurde die nun vollständige Orgel am Vorabend des Sonntags „Kantate“ in einem festlichen Konzert des Lüneburger Kirchenmusikers Volker Gwinner vorgestellt.
Unsere Orgel besteht vorwiegend aus Holz und einer Blei-Zinn-Legierung für die Orgelpfeifen; Materialien aus denen die Orgeln der 50er und 60er Jahre erbaut wurden. Die Orgelpfeifen funktionieren ähnlich wie eine Blockflöte, für die Erzeugung der Töne wird Luft (in der Fachsprache Wind genannt) benötigt. Der Wind wird durch einen strombetriebenen Motor erzeugt und durch große Holzkanäle in die entsprechenden Pfeifen geleitet. Dabei kann jede Orgelpfeife jedoch nur einen Ton von sich geben.

orgel3.jpg Die besten Orgelpfeifen können allerdings nicht schön klingen, wenn die dazugehörige Mechanik nicht in Ordnung ist oder sogenannte Heuler durch Risse im Holz und poröse Abdichtungen entstehen – die verwendeten Materialien sind aus heutiger Sicht für den Bau beständiger Orgeln leider nur bedingt geeignet. So waren und sind wir immer wieder auf die Spendenbereitschaft der Gemeindeglieder und geneigter BürgerInnen angewiesen, um unsere „Königin der Instrumente“ in ihrem vielfältigem Hörgenuss erhalten zu können.

 

 

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