2017 Epiphanias-Fest

Das Jahr 2017 ist ein besonderes Jahr: Die evangelische Kirche feiert 500 Jahre Reformation. In diesem Zeichen stand auch das Epiphanias-Fest unserer Gemeinde, zu dem traditionell die professionellen Mitarbeiter die ehrenamtlichen einladen. Für alle ist es regelmäßig ein guter Start ins Neue Jahr.

Den Beginn bildete der Gottesdienst, den Pastorin Dr. Schmitz und Pastor Petersen gestalteten. In ihrer Andacht gingen sie auf die drei Weisen aus dem Morgenland ein und übersetzten sie in unsere Zeit. Vor 2000 Jahren gab es Not und Hartherzigkeit bei der Aufnahme von Maria und Joseph, das ist heute genauso. Aber auch damals gab es Leute, die sich anders verhielten und halfen, wo es nötig war. Diesen Menschen können wir heute noch nacheifern. Der Gottesdienst wurde von einem Mischkurs aus Kirchen- und Gospelchor unterstützt, Susanne Mutschmann hatte die Aufgabe der Lektorin.

Nach dem Gottesdienst gab es ein leckeres Essen im Begegnungszentrum. Dann war die Erholungszeit für die Ehrenamtlichen vorbei: Aufgaben mussten gelöst werden. Schon den Nachtisch gab es nur gegen den Gesang von „Matten, Matten Mähren“, der von den Tischen aber bravourös vorgetragen wurde.

Anschließend gab es ein fünfseitiges Rätsel zu Luther und seiner Zeit: Welche Gerichte gab es noch nicht zu Luthers Zeit (keine Kartoffeln zum Beispiel!), wie fühlte sich Luther auf der Wartburg – und drei weitere Rätsel waren zu lösen. Zwei Tische erwiesen sich als Meister: Sie schafften tatsächlich alle fünf Rätsel in der vorgegebenen Zeit.

Damit war das Programm aber noch nicht vorbei: Eine Reise in die Zeit Luthers begann: Wir erlebten Tetzel, der Ablässe verkaufte. Praktischerweise gab es goldene Taler auf den Tischen, so dass man sich auch einen kaufen konnte. Allerdings gab es für Tetzel Tücken dabei: Wenn man auch für die zukünftigen Sünden einen Ablassbrief hatte, konnte man mit Tetzels Kasse einfach durchbrennen. Die Sünde war ja vergeben.

Wir bekamen auch einen Einblick in die Schule zur Zeit Luthers. Ein strenger Lehrer examinierte seine ängstlichen Schülerinnen und Schüler. Die Rute in seiner Hand war unübersehbar. Keiner machte es dem Lehrer gut genug, alle mussten die Eselsmütze aufsetzen, weil der Lehrer unzufrieden war. Manches ist in den letzten 500 Jahren eben doch besser geworden …. .

Anschließend gab es Gesangsvorträge von mutigen Ehrenamtlichen, die in ein Lied eingebettet waren, dessen Refrain alle unter der Regie von Gesine Grimm lernten und sangen. Die Strophen sangen ein Burgfräulein, Ritter und Grobian Friedrich, Narr Wiegald und der Naturfreund Heinrich von Speyer.

Den Abschluss bildete ein Rundtanz, zu dem Anke de Buhr einlud. Erst um 22:15 Uhr war das Programm beendet, danach klang der Abend mit Gesprächen aus.

Es war ein gelungenes Fest. Wie schön, dass auch das nächste Jahr wieder einen 6. Januar hat!

Irmgard Schulz

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