Koreanische reformierte Han-Min Gemeinde e.V.

Seit Juli 2009 leben unter dem Dach der Epiphanias-Kirche zwei Gemeinden:

die Ev-luth. Epiphanias-Kirchengemeinde

und die Koreanischen reformierte Han-Min Gemeinde e.V.

Inzwischen haben beide Gemeinden viele schöne gemeinsame Gottesdienste gefeiert und gestalten auch den Basar in der Vorweihnachtszeit zusammen. Besonders begeistert der koreanische Hi-el Chor alle Zuhörenden.

Pastor Chang Son berichtet aus seiner Koreanischen reformierten Han-Min Gemeinde:

Unsere Gemeinde wurde im August 1980 von 2 Laienfamilien gegründet. Heute kommen jeden Sonntag etwa 120-130 Erwachsene regelmäßig zur Kirche. Ein Drittel davon sind ältere Mitglieder im Alter von über 55 Jahren, ein Drittel zwischen 30 und 55, und ein Drittel gehören zur jüngeren Generation, die hauptsächlich hier studieren.

Jeden Sonntag feiern wir um 14:00 Uhr in der Epiphanias-Kirche Gottesdienst. Er wird durch unseren Gemeindechor Hi-el und das Ainos Lobpreisteam musikalisch begleitet. Für deutschsprechende Mitglieder und Besucher wird der gesamte Gottesdienst ins Deutsche übersetzt. Dafür haben wir eine Übersetzungsanlage. Besucher sind demnach zu den Sonntagsgottesdiensten herzlich eingeladen! Außerdem gibt es jeden Mittwoch um 17:30 Uhr eine Andacht, und von Montag bis Freitag um 06:00 Uhr Frühmorgen-Andacht.

Wir fühlen uns sehr glücklich und gesegnet, unter dem Dach der Epiphanias-Kirche sein zu dürfen. Für großes Verständnis und geschwisterliche Liebe und für die Unterstützung von Pfr. Dr. Karen Schmitz, ihren Kollegen und vom Kirchenvorstand bedanken wir uns sehr.

Pastor Chang Son

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Der Kirchenvorstand der Epiphanias-Kirchengemeinde ist froh, der

Koreanischen reformierten Han-Min Gemeinde e.V.

die Möglichkeit bieten zu können, als Gemeinde mit uns leben zu können.

Als die ökumenische Arbeitsgemeinschaft Hannover-Nord zu Pfingsten 2008 erstmalig in einem ökumenischen Gottesdienst in der serbisch-orthodoxen Gemeinde eine Delegation der koreanischen Gemeinde begrüßen konnte, empfanden wir sofort die Bereicherung durch die Geschwister im gemeinsamen Glauben. Die Gottesdienstordnung für diesen Pfingstmontags-Gottesdienst war in Korea erarbeitet worden; so war es für alle Beteiligten bewegend, dass wir sogar ein koreanisches Lied über das geteilte Land hören konnten.

Es ist schön, wenn ab Sonntag-Mittag koreanischer Gesang und Musik das Epiphanias-Gemeindezentrum erfüllen und die Kinder sich im Kinderraum wohlfühlen.

Beeindruckend ist es für uns auch, dass sich jeden Morgen in der Frühe einige Gemeindeglieder zum Morgenlob treffen. Unsere Raumpflegerin Ivka Dieterich, die zu dieser Zeit arbeitet, freut sich immer, wenn sie den morgendlichen Lobgesang hört. Möge noch lange in der Frühe das Lob Gottes in unseren Räumen erklingen (Psalm 5,4).

Ich empfinde, dass bei den Gottesdiensten nicht nur die großen musikalischen Fähigkeiten der Gemeinde wirken, sondern auch die Ausstrahlung, die davon ausgeht. In besonderer Weise wird  durch die Musik das Evangelium verkündet und lebendig. Für Gäste ist es ein großer Service, dass Sie jeden Sonntag auch einen Übersetzungsdienst anbieten, so dass jeder deutsche Gast auch der Predigt folgen kann, vielen Dank dafür.

Überraschend war für mich die Reaktion einer deutschen Teilnehmerin unserer Gemeinde nach dem Gottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag, deren Familie ihre Wurzeln in Usbekistan hat. Sie sagte nach dem Gottesdienst: „Das ist ja wie früher zuhause.“ Auf meine erstaunte Nachfrage erzählte sie von den koreanischen Dörfern in Usbekistan – nicht nur deutsche Kolonisten wurden auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion angesiedelt, sondern seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auch koreanische. Sie betrieben Landwirtschaft. 1937 wurden Koreaner von der Moskauer Regierung nach Zentralasien umgesiedelt. Besonders in Usbekistan trugen sie wesentlich zur Entwicklung der Landwirtschaft bei. Ich war erstaunt, wie viele koreanische Wörter und Gerichte diese deutschstämmige Frau aus Usbekistan kannte! Für sie war es selbstverständlich, dass verschiedene Nationen nebeneinander leben. Das war ihr aus Usbekistan vertraut. Es ist doch schön, wenn sich auf diese Weise Kulturen (wieder-) begegnen.

Der Kirchenvorstand der Epiphanias-Gemeinde wünscht der „Koreanischen reformierten Han-Min Gemeinde e.V.“ Gottes Segen, dass er Sie weiterhin erhält und trägt! Wir freuen uns auf eine weitere gute Zeit unter unserem Dach – mögen Sie darunter beschützt und beschirmt wachsen!

Pastorin Dr. Karen Schmitz

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